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Häufige Fragen zu Robotik, KI und Automatisierung in Sachsen

Sie möchten Robotik, Automatisierung oder Künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen einsetzen? In unseren häufig gestellten Fragen erfahren Sie, wie Robotics Saxony Unternehmen, Technologieanbieter, Start-ups und Forschungseinrichtungen vernetzt und bei der Entwicklung praxisnaher Lösungen unterstützt.

Robotics Saxony kennenlernen

Robotics Saxony ist ein sächsisches Innovationscluster für Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Das Netzwerk verbindet Unternehmen, Anwender, Technologieanbieter, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln, neue Kooperationen anzustoßen und Robotik- und KI-Lösungen schneller in die industrielle Praxis zu übertragen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen.

Robotics Saxony stärkt Sachsen als Standort für Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Dazu fördert das Cluster den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, den Technologietransfer in den Mittelstand sowie die Entwicklung gemeinsamer Innovations- und Forschungsprojekte.

Weitere Ziele sind der Aufbau eines leistungsfähigen Robotik-Ökosystems, die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften und eine stärkere internationale Sichtbarkeit sächsischer Technologiekompetenzen.

Robotics Saxony richtet sich an:

  • Unternehmen, die Robotik oder KI einsetzen möchten
  • Hersteller von Robotern, Maschinen und Automatisierungslösungen
  • Systemintegratoren und Technologieanbieter
  • Software- und KI-Unternehmen
  • Start-ups und Gründungsinteressierte
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Bildungspartner, Verbände und weitere Netzwerkakteure

Sowohl erfahrene Robotikunternehmen als auch Betriebe, die sich erstmals mit Automatisierung beschäftigen, können sich beteiligen.

Beteiligte erhalten Zugang zu einem branchenübergreifenden Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Partnern. Sie können Kontakte zu Technologieanbietern, Anwendern, Forschungseinrichtungen und möglichen Projektpartnern aufbauen.

Weitere mögliche Vorteile sind:

  • Unterstützung bei Projekt- und Kooperationsideen
  • Zugang zu Veranstaltungen, Workshops und Arbeitskreisen
  • fachlicher Austausch zu Robotik- und KI-Technologien
  • größere Sichtbarkeit im Innovationsökosystem
  • Unterstützung bei Technologietransfer und Internationalisierung
  • Zugang zu Studien, Trends und Brancheninformationen

Robotik und KI im Unternehmen einsetzen

Ja. Robotik ist nicht nur für Großunternehmen geeignet. Auch kleine und mittlere Unternehmen können einzelne Arbeitsschritte automatisieren, Beschäftigte entlasten, die Prozessstabilität erhöhen oder Kapazitätsengpässe ausgleichen.

Entscheidend ist, mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall zu beginnen. Statt sofort eine umfassende Automatisierung anzustreben, kann zunächst ein einzelner Prozess analysiert und in einem Pilotprojekt erprobt werden.

Robotics Saxony unterstützt insbesondere den Mittelstand dabei, geeignete Technologien und Partner zu identifizieren.

Besonders geeignet sind häufig Prozesse, die:

  • sich regelmäßig wiederholen
  • körperlich belastend oder ergonomisch ungünstig sind
  • eine hohe Genauigkeit erfordern
  • Beschäftigte mit monotonen Aufgaben binden
  • unter schwierigen oder gefährlichen Bedingungen stattfinden
  • regelmäßig Qualitätsprobleme verursachen
  • aufgrund fehlender Fachkräfte nicht ausreichend besetzt werden können

Typische Anwendungsfelder sind Maschinenbeschickung, Montage, Schweißen, Lackieren, Verpacken, Palettieren, Qualitätskontrolle, Materialtransport und visuelle Prüfung.

Ob ein Prozess tatsächlich wirtschaftlich automatisiert werden kann, sollte durch eine strukturierte Prozess- und Machbarkeitsanalyse geprüft werden.

Am Anfang steht nicht die Auswahl eines bestimmten Roboters, sondern die Analyse des betrieblichen Problems. Unternehmen sollten zunächst klären:

  1. Welcher Prozess soll verbessert werden?
  2. Welche Arbeitsschritte verursachen den größten Aufwand?
  3. Welche Qualitäts-, Kapazitäts- oder Personalprobleme bestehen?
  4. Welche technischen und räumlichen Bedingungen müssen berücksichtigt werden?
  5. Welches Ergebnis soll durch die Automatisierung erreicht werden?

Anschließend können geeignete Technologieanbieter, Systemintegratoren oder Forschungspartner eingebunden werden. Häufig empfiehlt sich zunächst eine Machbarkeitsprüfung oder ein überschaubares Pilotprojekt.

Nein. Unternehmen können sich auch an Robotics Saxony wenden, wenn noch keine Erfahrung mit Robotik, Automatisierung oder KI vorhanden ist.

Eine erste Aufgabenstellung oder ein konkretes betriebliches Problem reicht als Ausgangspunkt aus. Gemeinsam kann eingeordnet werden, welche Technologien grundsätzlich geeignet sind und welche Netzwerkpartner bei der weiteren Prüfung unterstützen können.

Die Kosten hängen stark vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Neben dem Roboter selbst müssen unter anderem Greifer, Sensoren, Sicherheitstechnik, Software, Anlagenintegration, Programmierung und Schulung berücksichtigt werden.

Auch Anpassungen an Maschinen, Materialzuführung oder Produktionsumgebung können die Investition beeinflussen. Deshalb lässt sich ein seriöser Kostenrahmen erst nach einer Analyse des konkreten Prozesses bestimmen.

Eine Machbarkeitsstudie oder ein erstes Lösungskonzept hilft dabei, technische Anforderungen, Investitionsbedarf und wirtschaftlichen Nutzen realistisch einzuordnen.

Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten nicht nur eingesparte Arbeitsstunden berücksichtigt werden. Relevant sind beispielsweise auch:

  • höhere Produktivität
  • gleichbleibende Qualität
  • geringerer Ausschuss
  • weniger Stillstand
  • bessere Ergonomie
  • höhere Arbeitssicherheit
  • bessere Planbarkeit
  • Entlastung bei Fachkräftemangel
  • flexiblere Produktionskapazitäten

Die Amortisationszeit ist wichtig, sollte aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Gerade bei körperlich belastenden Tätigkeiten oder kritischen Personalengpässen können auch qualitative Vorteile entscheidend sein.

Technologien und Anwendungsfelder

Bei der kollaborativen Robotik arbeiten Menschen und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsumfeld. Kollaborative Roboter, häufig Cobots genannt, können Beschäftigte beispielsweise beim Halten, Positionieren, Montieren oder Prüfen von Bauteilen unterstützen.

Ob eine Anwendung tatsächlich ohne räumliche Trennung betrieben werden darf, hängt von der konkreten Aufgabe, dem Werkzeug, der Geschwindigkeit, dem Bauteil und der Risikobeurteilung ab. Auch bei einem Cobot müssen die geltenden Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden.

Künstliche Intelligenz kann Produktions- und Automatisierungsprozesse in unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Typische Anwendungen sind:

  • automatische visuelle Qualitätsprüfung
  • Erkennung fehlerhafter Bauteile
  • vorausschauende Wartung
  • Optimierung von Produktionsparametern
  • Auswertung von Maschinen- und Sensordaten
  • intelligente Robotersteuerung
  • flexible Erkennung und Handhabung unterschiedlicher Objekte
  • Unterstützung bei Planung und Prozessüberwachung

Für einen erfolgreichen Einsatz werden geeignete Daten, ein klar definierter Anwendungsfall und eine realistische Bewertung des erwarteten Nutzens benötigt.

Menschenzentrierte Automatisierung stellt nicht die vollständige Ersetzung menschlicher Arbeit in den Mittelpunkt. Technologien sollen Beschäftigte sinnvoll unterstützen und insbesondere monotone, belastende, gefährliche oder stark wiederholende Tätigkeiten übernehmen.

Ziel ist es, Produktivität und Arbeitsqualität miteinander zu verbinden. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplätze, sichere Mensch-Maschine-Interaktion, geeignete Qualifizierung und die frühzeitige Einbindung der Beschäftigten.

Robotik und KI können branchenübergreifend eingesetzt werden. Zu den möglichen Anwendungsbereichen gehören unter anderem:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Metall- und Kunststoffverarbeitung
  • Automobil- und Zulieferindustrie
  • Elektrotechnik und Mikroelektronik
  • Medizintechnik
  • Logistik
  • Lebensmittelproduktion
  • Handwerk
  • Umwelttechnik
  • Landwirtschaft
  • Gesundheitswirtschaft

Robotics Saxony betrachtet sowohl etablierte industrielle Anwendungen als auch neue Einsatzfelder und branchenübergreifende Lösungen.

Partner, Projekte und Forschung

Robotics Saxony bringt Unternehmen mit geeigneten Technologieanbietern, Systemintegratoren, Entwicklern und Forschungseinrichtungen zusammen.

Für eine gezielte Partnersuche sollte das Unternehmen möglichst konkret beschreiben:

  • welcher Prozess betrachtet wird
  • welche Werkstücke oder Materialien verarbeitet werden
  • welche Stückzahlen und Taktzeiten relevant sind
  • welche räumlichen Bedingungen bestehen
  • welche Ziele erreicht werden sollen

Je genauer die Aufgabenstellung beschrieben ist, desto gezielter können passende Kompetenzen im Netzwerk identifiziert werden.

Robotics Saxony unterstützt die Entwicklung von Innovations-, Forschungs- und Transferprojekten. Aus einer betrieblichen Aufgabenstellung können beispielsweise eine Machbarkeitsanalyse, ein Demonstrator, ein Reallabor oder ein Pilotprojekt entstehen.

Das Cluster hilft dabei, geeignete Partner zusammenzubringen und Projektideen weiterzuentwickeln. Welche konkrete Unterstützung möglich ist, hängt vom Vorhaben, den beteiligten Partnern und dem Projektumfang ab.

Ja. Unternehmen können konkrete Aufgabenstellungen aus Produktion, Logistik, Handwerk oder anderen Bereichen an Robotics Saxony herantragen.

Geeignet sind beispielsweise:

  • schwer automatisierbare manuelle Tätigkeiten
  • körperlich belastende Arbeitsschritte
  • Qualitätsprobleme
  • fehlende Produktionskapazitäten
  • Personalengpässe
  • flexible Handhabungsaufgaben
  • Automatisierung kleiner Losgrößen
  • KI-basierte Prüf- und Erkennungsaufgaben

Im ersten Austausch wird geprüft, welche Kompetenzen und Partner für die Aufgabenstellung relevant sein könnten.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen können wissenschaftliche Kompetenzen, Versuchstechnik, Labore, Demonstratoren und Forschungsergebnisse in das Netzwerk einbringen.

Gemeinsam mit Unternehmen können unter anderem Machbarkeitsstudien, Forschungsprojekte, Pilotanwendungen, Reallabore und Transferprojekte entwickelt werden. Gleichzeitig erhalten Forschungspartner einen besseren Zugang zu industriellen Fragestellungen und potenziellen Anwendungspartnern.

Start-ups können über Robotics Saxony Kontakte zu Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, Technologiepartnern und weiteren Akteuren des Innovationsökosystems aufbauen.

Das Cluster unterstützt den Wissens- und Technologietransfer, den Erfahrungsaustausch und die Sichtbarkeit innovativer Lösungen. Abhängig vom Vorhaben können auch Kontakte zu möglichen Pilotanwendern, Kooperationspartnern und Investoren relevant sein.

Förderung, Veranstaltungen und Beteiligung

Für Robotik-, Automatisierungs- und KI-Projekte können je nach Vorhaben regionale, nationale oder europäische Förderprogramme infrage kommen.

Ob ein Programm geeignet ist, hängt unter anderem von folgenden Punkten ab:

  • Unternehmensgröße
  • Standort
  • technologischem Innovationsgrad
  • Projektpartnern
  • Forschungs- und Entwicklungsanteil
  • Investitionsumfang
  • geplanter Markteinführung

Da sich Programme, Fristen und Förderbedingungen ändern können, sollte jedes Vorhaben individuell geprüft werden. Robotics Saxony kann bei der Einordnung einer Projektidee und bei der Suche nach geeigneten Partnern unterstützen. Eine Förderzusage kann das Cluster nicht garantieren.

Ja. Robotics Saxony organisiert und begleitet Veranstaltungen, Netzwerktreffen, Fachworkshops, Projektwerkstätten und Weiterbildungsangebote.

Die Formate dienen dazu, Technologien kennenzulernen, Praxisbeispiele zu diskutieren, Projektideen zu entwickeln und mögliche Kooperationspartner zu treffen. Aktuelle Termine und Anmeldemöglichkeiten werden im Veranstaltungsbereich veröffentlicht.

Ja. Internationalisierung gehört zum Leistungsangebot von Robotics Saxony. Dazu zählen der Aufbau internationaler Partnerschaften, die Beteiligung an Messen und Kongressen sowie die Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte.

Unternehmen und Netzwerkpartner können dadurch internationale Kontakte aufbauen und die Sichtbarkeit ihrer Technologien und Kompetenzen erhöhen.

Die Einführung von Robotik und KI verändert Aufgabenprofile und Kompetenzanforderungen. Robotics Saxony unterstützt deshalb auch den Austausch zu Qualifizierung, Weiterbildung, Fachkräftegewinnung und modernen Arbeitswelten.

Zu den Handlungsfeldern gehören Lern- und Weiterbildungsangebote, Nachwuchs- und MINT-Aktivitäten, Employer Branding, internationale Talente und die Gestaltung menschenzentrierter Arbeit.

Robotics Saxony bietet unterschiedliche Beteiligungs- und Leistungsmodelle an. Je nach gewähltem Modell können unterschiedliche Leistungen und Konditionen gelten.

Interessierte Unternehmen und Organisationen sollten sich über die jeweils aktuellen Angebote informieren und das passende Modell direkt mit dem Clustermanagement abstimmen.

Die Clusterleitung liegt beim ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e. V. Zum Clustermanagement gehören außerdem VEMASinnovativ und Robot Valley Saxony.

Die Partner verbinden Kompetenzen aus Industrieforschung, Automatisierung, Robotik, Netzwerkarbeit, Technologietransfer und internationaler Zusammenarbeit.

Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und weitere Interessierte können Robotics Saxony über das Kontaktformular oder direkt über die veröffentlichten Ansprechpartner kontaktieren.

Hilfreich ist eine kurze Beschreibung des Anliegens. Bei einer betrieblichen Aufgabenstellung sollten möglichst der betroffene Prozess, die aktuelle Herausforderung und das gewünschte Ergebnis beschrieben werden.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Sie möchten ein Robotikprojekt starten, einen Technologiepartner finden oder eine konkrete Herausforderung besprechen? Nehmen Sie Kontakt zu Robotics Saxony auf. Gemeinsam kann geprüft werden, welche Kompetenzen, Formate oder Partner zu Ihrem Vorhaben passen.